Hallo. Rhonda hier. Manche Filmrollen hinterlassen ein schönes Andenken, andere vor allem eine offene Rechnung. Tyra Banks scheint bei „Halloween: Resurrection“ eher die zweite Variante erwischt zu haben. Laut Page Six sprach sie in einem Interview mit „Entertainment Weekly“ darüber, warum sie den Horrorfilm von 2002 bis heute nicht besonders freundlich betrachtet.
Banks zufolge begann die Geschichte schon mit einer gewissen Skepsis. Sie habe zunächst nicht in der Fortsetzung mitspielen wollen, weil sie sich fragte, was die Rolle für ihre Karriere als Model und angehende Schauspielerin bringen würde. Ihr damaliger Agent verwies dem Bericht zufolge auf Josh Hartnett, der nach seinem Auftritt in „Halloween: H20“ aus dem Jahr 1998 einen Karriereschub erlebt habe. Die Aussicht klang offenbar überzeugend genug: Banks nahm die Rolle schließlich an.
In „Halloween: Resurrection“ spielte sie Nora. Die Figur hat allerdings keinen besonders langen Aufenthalt in der Handlung. Nora wird von Michael Myers getötet, doch genau dieser Moment wurde nach Banks’ Darstellung größtenteils außerhalb des Bildes gezeigt. Für die Schauspielerin war das offenbar nicht die versprochene Gelegenheit für einen unvergesslichen Leinwandabgang, sondern eine stark verkürzte Angelegenheit. Ein Todesszenen-Versprechen, das beim Schnitt offenbar auf Diät gesetzt wurde. Sehr unhöflich.
Banks erklärte laut „Entertainment Weekly“, ihr seien sowohl eine Karriere nach dem Vorbild Josh Hartletts als auch eine ikonische Todesszene in Aussicht gestellt worden. Beides sei nicht eingetreten. Besonders enttäuschend sei für sie gewesen, dass die entsprechende Szene überhaupt gekürzt wurde. Ihre damalige Erwartung fasste sie deshalb rückblickend mit deutlicher Ironie zusammen: Sie habe den achten „Halloween“-Film nun einmal „Beef“.
Dabei blieb „Halloween: Resurrection“ nicht Banks’ einzige oder wichtigste Arbeit vor der Kamera. Im Jahr 2000 spielte sie in „Life Size“ eine zum Leben erwachte Puppe an der Seite von Lindsey Lohan. Ebenfalls 2000 war sie gemeinsam mit Piper Perabo und Maria Bello in „Coyote Ugly“ zu sehen. Ihre Filmografie bestand also durchaus aus mehr als einem Horrorfilm und einer Szene, die nach ihrer Darstellung nicht so auf der Leinwand landete, wie sie erwartet hatte.
Besonders prägend war Banks’ Arbeit im Fernsehen. Sie stand an der Spitze von „America’s Next Top Model“ und moderierte von 2005 bis 2010 „The Tyra Banks Show“. Außerdem war sie Co-Moderatorin von „Dancing With the Stars“ und trat in den Formaten „The View“, „Project Runway“ und „Celebrity Watch Party“ auf.
Gerade deshalb wirkt ihre Rückschau weniger wie eine grundsätzliche Abrechnung mit der Schauspielerei als wie eine sehr konkrete Enttäuschung über ein einzelnes Projekt. Banks wollte mit der Rolle etwas für ihre Schauspielkarriere bewegen und rechnete zugleich mit einem markanten Filmmoment. Nach ihrer Schilderung bekam sie weder den erhofften Karriereschub noch die große Abschiedsszene.
Fast 25 Jahre nach dem Kinofilm ist die Angelegenheit damit zumindest öffentlich noch nicht vollständig erledigt. Tyra Banks’ Urteil über „Halloween: Resurrection“ fällt laut Page Six weiterhin ausgesprochen kühl aus. Oder, in Rhondas sorgfältig geprüfter Kurzfassung: Wenn jemand eine legendäre Todesszene verspricht, sollte beim Schnitt mehr übrig bleiben als ein sehr kleiner Schatten.
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Tyra Banks hadert noch immer mit „Halloween: Resurrection“
Tyra Banks sagt, ihr Todesszene in „Halloween: Resurrection“ sei weitgehend aus dem Film geschnitten worden. Fast ein Vierteljahrhundert später erklärt sie, warum sie mit dem achten Teil der Reihe noch immer „Beef“ hat.
