RJ Mitte ist im Alter von 34 Jahren gestorben. Der Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle als Walter „Flynn“ White Jr. in der Serie „Breaking Bad“ bekannt wurde, starb in Texas. Sein Vertreter bestätigte gegenüber Page Six, dass Mitte durch Suizid starb.

Gleichzeitig ist die behördliche Untersuchung noch nicht abgeschlossen. Die offizielle Todesart soll nach einer Autopsie durch einen medizinischen Untersucher festgestellt werden. Ein Richter erklärte laut Page Six, es gebe offenbar keine Anzeichen für ein Fremdverschulden. Ein Bezirksvertreter bestätigte gegenüber TMZ, das Verfahren dauere an.

Mitte wurde als Walter Whites Sohn in der preisgekrönten AMC-Serie einem internationalen Publikum bekannt. Seine eigene Erfahrung mit Zerebralparese floss in seine Arbeit ein und prägte auch sein öffentliches Engagement. Sein Vertreter bezeichnete ihn als Schauspieler, Philanthropen und engagierten Fürsprecher für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Mitte war demnach Botschafter für United Cerebral Palsy und Shriners Children’s. Außerdem stand er der Mitte Foundation als Präsident vor. Die Stiftung unterstützte philanthropische Projekte und Initiativen in Gemeinden. Mitte nutzte seine Bekanntheit nach Angaben seines Vertreters zudem, um Vorurteile infrage zu stellen und eine stärkere Repräsentation von Menschen mit Behinderungen zu fördern.

Zuletzt war Mitte noch öffentlich mit seinem neuen Film „Talking to Strangers“ präsent. Darin spielte er einen Mann mit Zerebralparese, der in eine Liebesgeschichte verwickelt ist. Am 30. September wurde er bei einer Vorführung des Films im Fine Arts Theatre in Beverly Hills fotografiert. Zwei Tage später sprach er in einem inspirierenden Podcast von Stauros Entertainment über das Projekt.

Seinen letzten bekannten Interviewauftritt hatte Mitte am 5. Oktober im „The Joe Vulpis Podcast“. Dort sprach er über seine Arbeit an „Breaking Bad“ und darüber, das Leben möglichst intensiv zu leben. Er erklärte außerdem, dass eigene Erfahrungen für seine Arbeit als Schauspieler eine wichtige Grundlage seien.

Nach seinem Tod erinnerten sich mehrere frühere Kollegen an ihn. Besonders bewegt äußerte sich Bryan Cranston, der in „Breaking Bad“ seinen Vater Walter White spielte. Cranston veröffentlichte ein gemeinsames Erinnerungsfoto und schrieb von tiefer Verzweiflung angesichts von Mittes Tod. Besonders schwer treffe ihn, dass Mitte sich das Leben genommen habe.

Cranston berichtete außerdem, er und Mitte hätten noch wenige Wochen zuvor miteinander geschrieben und über ein gemeinsames Mittagessen gesprochen. Ob ein solches Treffen etwas hätte verändern können, wisse er nicht. Er machte jedoch deutlich, dass er Mitte geliebt habe und die gemeinsame Zeit während und nach „Breaking Bad“ vermissen werde.

Der Vertreter von RJ Mitte bat die Öffentlichkeit darum, die Privatsphäre der Familie und der engen Angehörigen zu respektieren. Die Untersuchung in Texas läuft weiter; weitere Einzelheiten zur offiziellen Einordnung des Todes sollen nach Abschluss der medizinischen Prüfung vorliegen.

Wer selbst von Suizidgedanken betroffen ist oder sich Sorgen um eine andere Person macht, kann in den USA die National Suicide Prevention Lifeline unter 1-800-273-TALK (8255) anrufen oder eine Nachricht an die Crisis Text Line unter 741741 senden. In akuter Gefahr sollte der örtliche Notruf kontaktiert werden.