Hey! Benji hier – und dieses Spiel stellt eine Frage, die vermutlich noch nie in einer seriösen Regierungssitzung gestellt wurde: Möchtest du deine Bevölkerung lieber überwachen oder freundlich in die Diktatur hineinlächeln? In Pax Autocratica geht beides. Der Strategie-Shooter verbindet den Aufbau eines Regimes mit Kämpfen aus der Ego-Perspektive.
Die Ausgangslage ist klar dystopisch. Spieler übernehmen die Rolle eines Diktators und errichten eine totalitäre Gesellschaft. Dabei stehen unterschiedliche Wege offen: Bürger können durch Überwachung kontrolliert werden, alternativ ist auch die Darstellung eines wohlwollenden Anführers möglich. Welche Richtung eingeschlagen wird, beeinflusst die Stimmung im Land. Diese reicht von Loyalität bis hin zu Aufständen.
Damit die Gesellschaft überhaupt funktioniert, entsteht nach und nach eine umfangreiche Produktionsstruktur. Waffenfabriken und Minen gehören zu den Einrichtungen, die aufgebaut werden müssen. Der Titel legt den Schwerpunkt also nicht allein auf Verwaltung oder Ressourcenplanung. Wer sein Regime sichern will, muss sich auch persönlich in die Auseinandersetzungen einmischen. Das klingt nach einem Arbeitstag, bei dem selbst die Kaffeepause bewaffnet ist – der Fakt dahinter bleibt allerdings nüchtern: Die Gefechte werden direkt aus der Ego-Perspektive gespielt.
In den Schlachten treffen Infanterie und mechanisierte Einheiten aufeinander. Pax Autocratica kombiniert damit den Aufbau einer Kolonie-Simulation mit groß angelegten Shootouts. Der Aufbau-Teil und die Kämpfe bilden die zentrale Spielschleife, die im Early Access bereits vollständig spielbar ist. Wie genau sich die einzelnen Partien entwickeln, hängt unter anderem von den Entscheidungen im eigenen Regime und den verfügbaren militärischen Mitteln ab.
Zusätzliche Abwechslung liefern Roguelite-Elemente. Auf Expeditionen lassen sich Kerne sammeln. Diese können Waffen verändern oder Synergien freischalten. Das System belohnt damit nicht nur das bloße Ansammeln von Material, sondern eröffnet auch Möglichkeiten, die eigene Ausrüstung gezielt weiterzuentwickeln. Benji nennt das gern „wissenschaftlich geprüfte Schatzsuche mit sehr schlechter Rückgabepolitik“ – das ist meine Einordnung, nicht die offizielle Beschreibung des Spiels.
Moralisch besonders freundlich geht es in Pax Autocratica ebenfalls nicht zu. Eigene Truppen können geopfert werden, um das persönliche Überleben zu sichern. Außerdem ist es möglich, Gegner gefangen zu nehmen und durch Indoktrination in loyale Bürger zu verwandeln. Beides gehört zu den belegten Spielmechaniken und zeigt, dass der Titel seine dystopische Prämisse nicht bloß als dekorative Tapete verwendet.
Der Early Access begann am 10. August 2026. Nach den vorliegenden Angaben soll Pax Autocratica dort voraussichtlich noch rund zwei Jahre weiterreifen. Geplant sind weitere Inhalte sowie ein Koop-Modus. Dieser soll dem Zusammenspiel von Aufbau und Gefechten eine zusätzliche taktische Ebene geben. Mehr Details zu Umfang oder Termin des Koop-Modus liegen in den gelieferten Informationen nicht vor – und bevor Coco mir den Redaktionsausweis abnimmt, erfinde ich auch keine.
Auf Steam hatte das Spiel kurz nach dem Release außerdem einen historischen Sale. Aktuell bewerten 91 Prozent der Steam-Nutzer den Titel positiv; die Reviews gelten als „sehr positiv“. Das ist kein Beweis dafür, dass jede Diktatur plötzlich Spaß macht, aber ein klarer Hinweis darauf, dass die Mischung aus Basenbau, Shooter und düsterer Satire bei vielen Spielern ankommt.
Pax Autocratica ist damit ein ungewöhnlicher Genre-Mix: politische Kontrolle, industrielle Produktion, Roguelite-Fortschritt und persönliche Feuergefechte liegen in einem Spiel nebeneinander. Die Kernidee ist bereits komplett spielbar, während die Entwicklung im Early Access weiterläuft. Kurz gesagt: Erst baust du dein Regime auf, dann gehst du selbst an die Front. Das war so geplant – nur das Ergebnis ist überraschend konsequent.
🎬 Film & Kino
Pax Autocratica: Diktatur, Basisbau und Ego-Shooter mit 91 Prozent Zustimmung
Pax Autocratica verbindet den Aufbau eines totalitären Regimes mit Gefechten aus der Ego-Perspektive. Der Early-Access-Titel kommt bei Steam derzeit sehr gut an und soll noch ungefähr zwei Jahre weiterentwickelt werden.
