Hallo. Rhonda hier. Hinter Murray Hills betont heiterer Bühnenfigur liegt eine persönliche Geschichte, über die der Schauspieler nun ausführlich spricht. In seinem neu veröffentlichten Memoir „Showbiz! My Life as a Middle-Aged Man“ beschreibt der 54-Jährige die Entwicklung seiner Alkoholabhängigkeit, eine schwere Depression und einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik.

Im Gespräch mit Page Six erklärt Hill, dass die schwierige Phase in seinen Dreißigern begonnen habe. Sein Umfeld in der Unterhaltungsbranche habe regelmäßiges Trinken begünstigt. Abende in Clubs und Bars seien für viele Menschen in Showbusiness, Musik und Comedy Teil des Lebensstils, sagte er dem Bericht zufolge. Bei ihm sei daraus jedoch schrittweise eine Abhängigkeit geworden.

Hill betont dabei ausdrücklich, dass es aus seiner Sicht nicht um harmlose Feierei gegangen sei. Alkohol habe zunehmend Schaden angerichtet, und eine chemische Abhängigkeit sei nur sehr schwer allein zu überwinden. Hilfe anzunehmen, sei notwendig gewesen. Eine nüchterne Einordnung, und bei diesem Thema ist Nüchternheit wichtiger als jede große Bühnenpose.

Mit der fortschreitenden Abhängigkeit verschlechterte sich laut Hill auch sein psychischer Zustand. Der sonst für seine fröhliche Cabaret-Persönlichkeit bekannte Künstler berichtet von einer „tiefen Depression“ und einem Punkt, an dem er kaum noch Hoffnung verspürt habe. Er habe das Gefühl gehabt, seine Persönlichkeit sei verschwunden. Diese Veränderung habe ihn erschreckt, weil er sich selbst darin nicht wiedererkannt habe.

Im Jahr 2014 wies Hill sich schließlich selbst in eine psychiatrische Klinik ein. Nach seinen Angaben war dieser Schritt ein entscheidender Teil seines Wegs zur Abstinenz. Die Erfahrung beschreibt er als beängstigend. Gerade deshalb sei sie ihm bis heute präsent und erinnere ihn daran, nicht in diesen Zustand zurückkehren zu wollen.

Seit diesem Klinikaufenthalt habe er keinen Alkohol mehr angerührt, erklärte Hill gegenüber Page Six. Seine Darstellung ist damit zugleich ein persönlicher Rückblick und eine klare Aussage über die Bedeutung professioneller Unterstützung. Er beschreibt nicht, dass die Situation sich einfach von selbst gelöst habe, sondern verbindet seine Nüchternheit ausdrücklich mit Hilfe und einem einschneidenden Behandlungsschritt.

Murray Hill ist unter anderem aus „Somebody Somewhere“ und „Life & Beth“ bekannt. In seinem Memoir blickt er auf die belastenden Jahre ebenso zurück wie auf sein Leben in der Unterhaltungsbranche. „Showbiz! My Life as a Middle-Aged Man“ ist laut dem Bericht jetzt erhältlich.

Bei psychischen Krisen und Suchterkrankungen gibt es keine Pflicht, Stärke zu spielen. Hilfe zu suchen, ist kein Versagen. Hills Geschichte bleibt seine persönliche Erfahrung – aber sie zeigt, wie ernst eine schleichend zunehmende Abhängigkeit werden kann.