Hallo. Rhonda hier. Manche Fernsehauftritte enden mit Applaus, andere mit einer sehr langen Abwesenheit. Michael Douglas schildert in seinen Memoiren „One Helluva Ride“, warum er David Lettermans Late-Night-Show 18 Jahre lang fernblieb.

Douglas war laut seinem Buch zunächst regelmäßig in Lettermans Sendung zu Gast. Beim letzten gemeinsamen Auftritt habe der Moderator jedoch eine Grenze überschritten. Auslöser war ein Werbespot, den Douglas’ inzwischen verstorbene Mutter Diana Dill aufgenommen hatte. Letterman ließ den Film während einer Ausgabe von „Late Show“ ohne vorherige Ankündigung zeigen und befragte Douglas anschließend dazu.

Douglas empfand die Situation als Spott über seine Mutter. In seinen Memoiren beschreibt er außerdem, Letterman habe damals einen besonders boshaften Humor gezeigt. Für den Schauspieler war damit eine persönliche Grenze erreicht – und er zog Konsequenzen, die in der Unterhaltungsbranche eher selten so konsequent ausfallen: Einladungen der Produzenten lehnte er künftig ab.

Auch persönliche Briefe Lettermans änderten daran zunächst nichts. Douglas zufolge entschuldigte sich der Moderator wiederholt schriftlich, doch seine Haltung blieb unverändert. Achtzehn Jahre lang sagte er Nein. Aha. Ein höflicher Termin wird abgesagt, dann noch einer, und plötzlich ist daraus fast eine kleine historische Epoche geworden.

Die spätere Annäherung kam nach Lettermans Krebserkrankung im Jahr 2010. Douglas entschied sich nach eigener Darstellung, den alten Konflikt nicht weiter festzuhalten. Bei ihrem erneuten Kontakt habe Letterman respektvoll reagiert und aufrichtig sowie mitfühlend gefragt. Für Douglas war das offenbar der Moment, in dem beide die Angelegenheit ohne neues Fernsehtheater klären konnten.

In „One Helluva Ride“ beschreibt Douglas diese Versöhnung als persönliche Entlastung. Den Groll loszulassen, habe ihm selbst mehr geholfen als Letterman. Seine Schlussfolgerung: Das Leben sei zu kurz, um alte Feindschaften für immer mit sich herumzutragen. Eine nüchterne Erkenntnis, aber oft sind die vernünftigen Sätze leider die, auf die man am längsten wartet.

Page Six berichtet außerdem über weitere Enthüllungen aus dem Buch. Dazu zählen Douglas’ Affäre mit Jeanne Tripplehorn, sein durch eine Krebserkrankung bedingter deutlicher Gewichtsverlust sowie seine Darstellung der Zeit, in der Catherine Zeta-Jones von ihm Exklusivität erwartete.

Douglas und Zeta-Jones lernten sich dem Bericht zufolge 1998 beim Deauville American Film Festival kennen. Während ihres ersten gemeinsamen Abends soll Douglas zu ihr gesagt haben, er werde der Vater ihrer Kinder sein. Zeta-Jones war davon zunächst nicht beeindruckt und verließ das Treffen. Zwei Jahre später heirateten die beiden dennoch; heute haben sie einen Sohn und eine Tochter.

Douglas ist 82 Jahre alt, Letterman 79 und Zeta-Jones 57, wie Page Six in dem Bericht angibt. „One Helluva Ride“ ist am Dienstag erschienen. Die Memoiren liefern damit nicht nur Rückblicke auf eine Schauspielkarriere, sondern auch eine Lektion über Grenzen, gekränkte Gefühle und die erstaunlich lange Haltbarkeit eines ungelösten Fernsehkonflikts.