Die bekanntesten Kollegen aus „Friends“ werden in der kommenden Netflix-Dokumentation über Matthew Perry nicht zu sehen sein. Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc und David Schwimmer hätten sich gegen eine Beteiligung entschieden, berichtet Page Six unter Berufung auf eine Quelle. Die fünf Schauspieler standen gemeinsam mit Perry in der erfolgreichen Sitcom vor der Kamera, die 2004 endete.

Dem Bericht zufolge wurden alle ehemaligen Castmitglieder kontaktiert. Sie hätten jedoch nicht an dem Projekt teilnehmen wollen. Die Dokumentation soll stattdessen Menschen aus Perrys persönlichem und beruflichem Umfeld zu Wort kommen lassen, die Erinnerungen an ihn bewahren und ihm nahestanden. Das ist keine kleine Lücke im Ensemble, sondern eine bewusste Abwesenheit – und bei einem Thema wie diesem sollte man sie nicht mit Spekulationen auffüllen.

Eine zweite, ebenfalls nicht namentlich genannte Quelle erklärte gegenüber Page Six, weshalb insbesondere Jennifer Aniston nicht mitwirken werde. Der Verlust sei für sie zu schwer öffentlich zu besprechen. Laut dieser Quelle wolle Aniston nicht vor der Kamera in ihre Trauer zurückkehren oder einen solchen Moment einem großen Publikum aussetzen. Diese Einschätzung stammt aus dem Umfeld und ist nicht als eigene öffentliche Erklärung der Schauspielerin bestätigt.

Die von Mary Robertson inszenierte Produktion trägt im gelieferten Material den Titel „The One About Matthew Perry“. Sie soll in drei Teilen einen Einblick in Perrys Leben geben, auch in die Zeit vor seinem Tod. Seine Schwester Mia Perry Bowick spricht demnach erstmals ausführlicher über die Vielschichtigkeit seines Lebens und über das Vermächtnis, das er hinterließ.

Perry blieb nach dem Ende von „Friends“ mit seinen früheren Co-Stars verbunden. In seiner 2022 veröffentlichten Autobiografie „Friends, Lovers, and the Big Terrible Thing“ schrieb er außerdem, dass Aniston sich besonders häufig nach seinem Befinden erkundigt habe. Perry sprach öffentlich über seine Abhängigkeit von Drogen und Alkohol sowie über seine Schwierigkeiten mit der Abstinenz. In seinen Memoiren bezeichnete er sich als Überlebenden und erklärte, mehr als neun Millionen Dollar für Entzug und Rehabilitation ausgegeben zu haben. Zugleich verband er seine Geschichte mit der Botschaft, dass Betroffene nicht allein seien und dass Besserung möglich sei.

Matthew Perry wurde im Oktober 2023 in einem Whirlpool in seinem Haus im kalifornischen Pacific Palisades leblos aufgefunden. Als Todesursache wurden später die akuten Auswirkungen von Ketamin festgestellt. Das Medikament wird unter anderem zur Behandlung von Depressionen eingesetzt, kann laut dem gelieferten Bericht aber auch zu Freizeitzwecken konsumiert werden.

Im Zusammenhang mit Perrys Tod wurden fünf Menschen festgenommen, darunter sein Assistent und zwei Ärzte. Nach den Angaben der Quelle schlossen alle fünf Vereinbarungen mit der Justiz; vier von ihnen verbüßen demnach eine Gefängnisstrafe. Weitere Einzelheiten zu den jeweiligen Fällen enthält das vorliegende Material nicht.

Die Netflix-Serie soll am 27. Oktober erscheinen. Der Termin fällt zeitlich mit dem dritten Jahrestag von Perrys Tod zusammen. Dass seine bekanntesten „Friends“-Kollegen fehlen, verändert den Charakter der Dokumentation deutlich: Im Mittelpunkt stehen nicht die vertrautesten Stimmen aus der Serie, sondern andere Menschen, die Perry in verschiedenen Phasen seines Lebens erlebt haben. Rhonda meint: Bei Trauer gibt es keinen verpflichtenden Auftritt – auch nicht vor einer Kamera.