Hallo. Rhonda hier. Madonna steht vor ihrer Rückkehr zu den VMAs – und die Kleiderordnung dürfte vorsichtshalber schon einmal nervös werden.

Laut Page Six eröffnet die 68-Jährige am Sonntag, dem 27. September 2026, die Preisverleihung. Es ist ihr erster Auftritt bei den VMAs seit 23 Jahren. Begleitet werden könnte sie von besonderen Gästen, zu denen dem Bericht zufolge Charli XCX und Sabrina Carpenter zählen sollen. Bestätigt ist diese Gästeliste damit nicht.

Madonna geht außerdem als meistnominierte Künstlerin des Abends in die Show. Sie erhielt elf Nominierungen, darunter in den Kategorien Video of the Year für „Confessions II – The Film“ und Song of the Year für „Bring Your Love“ mit Sabrina Carpenter. Ein bescheidener Abend sieht anders aus. Wobei Madonna und bescheiden in Sachen VMAs ohnehin nie besonders eng beieinanderlagen.

Ihre Geschichte mit der Veranstaltung begann bereits bei der ersten Ausgabe 1984. Für „Like a Virgin“ stieg Madonna in der Radio City Music Hall von einer 17 Fuß hohen Hochzeitstorte herab. Maripol stattete sie mit einem durchsichtigen weißen Spitzen-Tüll-Bustier, einem passenden Rock, einem Brautschleier und dem „Boy Toy“-Gürtel aus. Nachdem sie einen Absatz verloren hatte und zu Boden ging, rutschte das Kleid nach oben. Madonna erzählte Jimmy Fallon 2022, ihr Manager habe daraufhin geglaubt, ihre Karriere sei vorbei. Tatsächlich wurde der Auftritt zu einem frühen Schlüsselmoment ihrer Popkarriere.

Bei einer späteren VMAs-Ausgabe präsentierte sie „Vogue“ in einer an das 18. Jahrhundert angelehnten Garderobe. Das elfenbeinfarbene Kleid besaß ein Korsett, seitlich verbreiternde Paniers, Bänder und Schleifen; dazu trug sie eine hohe blonde Perücke mit weißen Federn. Die Kostümidee hatte eine konkrete Verbindung zum Film: Glenn Close hatte das Gewand zuvor als Marquise de Merteuil in „Dangerous Liaisons“ getragen. Choreograf Vincent Paterson erklärte 2022 gegenüber ANALOGr, ihn habe die Nähe zwischen Voguing und den Gesten am Hof von Marie Antoinette inspiriert. Modegeschichte, Tanzgeschichte und ein sehr entschlossener Haaraufsatz – sauber kombiniert.

Auch der Smoking gehörte bei Madonna nie bloß in die Herrenabteilung. Für „Bye Bye Baby“ eröffnete sie die Show in einem Frack mit weißem Hemd, Kummerbund, Krawatte und schwarzem Zylinder. Der Auftritt nahm den Stil ihrer später im selben Herbst gestarteten Girlie Show World Tour vorweg.

In einem anderen Jahr wechselte sie vom strengen Tailoring in ein helles, meergrünes Haute-Couture-Minikleid von Atelier Versace. Das mit Kristallen besetzte Oberteil und der weit schwingende Rock wurden mit silbernen Riemchensandalen, platinblonden Finger Waves und stark betonten dunklen Augen kombiniert. Ein Flapper-inspirierter Auftritt, der offenbar nicht um Erlaubnis bat, im Gedächtnis zu bleiben.

Für einen weiteren VMAs-Moment setzte Madonna auf Gucci aus der Tom-Ford-Ära: ein blaues Satinhemd, offen über einem schwarzen BH getragen, dazu schwarze Hosen und eine voluminöse Föhnfrisur von Garren. Der Hairstylist sagte Page Six Style, als Inspiration habe ein Bild von Catherine Deneuve gedient, die mit hochgestecktem Haar durch eine Hotellobby ging.

Deutlich zurückhaltender fiel ihr Auftritt an einem ernsteren Abend aus. Madonna trug Hemd und Krawatte unter einem schwarzen Mantel, dazu einen Bleistiftrock und eine goldene Anhängerkette. Auf der Bühne ehrte sie Prinzessin Diana, die an jenem Wochenende gestorben war.

1998 verband Madonna für „Shanti/Ashtangi“ ein schwarzes Seidenkleid mit Goldschmuck, mit Henna bemalten Händen und einem Vaishnava-Tilak auf der Stirn. Ihren ersten Moonman für Video of the Year nahm sie später in Alexander McQueen entgegen: mit einem Paillettenoberteil und lippenroten Pythonhosen aus der Herbstkollektion 1998 namens „Joan“.

Es gab auch die bewusst reduzierte Variante. Madonna erschien in schwarzem Hemd und schwarzer Hose aus der Saint-Laurent-Herrenlinie von Hedi Slimane. Der minimalistische Look stand einem Auftritt gegenüber, bei dem Dragqueens auf der Bühne des Metropolitan Opera House frühere Videokostüme der Sängerin nachstellten. Weniger Stoffwechsel, mehr Kontrast. Aha.

2003 kehrte die Hochzeitstorte als Motiv zurück, diesmal mit Madonna in der Rolle des Bräutigams. Britney Spears und Christina Aguilera spielten die Bräute. Madonna trug einen Gehrock und Zylinder über einem schwarzen Tanktop mit korsettartiger Taille, dazu Hosen und Netzärmel.

Nach einer Reise zum 60. Geburtstag nach Marokko erschien sie in einem von Amazigh-Kleidung inspirierten Ensemble: mit stacheligem silbernem Kopfschmuck, mehreren traditionellen Schmuckschichten und einem bedruckten Gewand über einem langen schwarzen Kleid.

Für die MTV-Show zum 40. Jubiläum legte Madonna schließlich einen Burberry-Trenchcoat ab und enthüllte darunter eine Kombination aus Atsuko-Kudo-Cropjacke, Latex-BH und Korsett, einer Lederschürze von Moschino, Netzstrümpfen und Christian-Louboutin-Pumps. Ihre Botschaft an das Publikum lautete: „And they said we wouldn’t last. But we’re still here, motherf–kers.“

Nun folgt also das nächste Kapitel. Ob Charli XCX und Sabrina Carpenter tatsächlich zu den besonderen Gästen gehören, bleibt laut Page Six offen. Madonnas Rückkehr selbst ist für die VMAs 2026 angekündigt. Der rote Teppich kann schon einmal tief durchatmen. Oder es versuchen.