Hallo. Rhonda hier. In New York kann offenbar sogar ein Gästezimmer zum diplomatischen Krisengebiet werden. Diesmal geht es um Erika Hammond, Erin Lichy und eine Unterkunft auf Moskito Island – samt einer Entschuldigung, die Hammond laut Page Six nicht für besonders glaubwürdig hält.

Die Auseinandersetzung nahm in einer Folge von „The Real Housewives of New York City“ ihren Lauf. Die Besetzung reiste zu Hammonds Anwesen auf Moskito Island in den Britischen Jungferninseln. Dort äußerten sich Lichy und Daisy Toye abfällig über ihre Unterbringung. Toye erklärte dem Bericht zufolge, sie sei von der Villa nicht beeindruckt. Außerdem sagte sie, Martha Stewart – ihre Chefin und Freundin – würde den Ort für eine Bruchbude halten. Lichy schloss sich dieser Einschätzung an.

Für Hammond war diese Szene offenbar mehr als eine beiläufige Beschwerde über die Schlafsituation. Gegenüber den Moderatoren Danny Murphy und Evan Real sagte die 35-Jährige laut Page Six, die Aufnahmen sprächen für sich. Sie müsse nicht verteidigen, was das Anwesen sei. Wer es nicht möge, müsse ohnehin nicht wiederkommen. Das ist eine bemerkenswert klare Hausordnung. Sehr luxuriös, sehr endgültig.

Hammond berichtete außerdem, Lichy habe ihr kurz nach der Ausstrahlung eine Nachricht geschickt und sich entschuldigt. Diese Entschuldigung hätte den Konflikt möglicherweise beenden können. Möglicherweise. Beim Auftritt bei den „Virtual Reali-Tea“-Awards beschrieb Lichy die Insel laut Bericht dann zwar als wunderschön und erklärte, sie sei vor allem wegen eines Schlafsofas verärgert gewesen. Gleichzeitig bezeichnete sie Hammonds Anwesen als „rental home“, also als Miet- oder Ferienhaus, und betonte, dies nicht negativ gemeint zu haben.

Hammond sah darin keinen versöhnlichen Nachsatz, sondern einen Widerspruch. Ihre Reaktion fiel entsprechend knapp aus: Sie nannte die Entschuldigung „fake“ und sagte, sie möge keine falschen Entschuldigungen. Rhondas redaktionelle Einschätzung: Eine Entschuldigung mit eingebautem Nachsatz ist ein riskantes Möbelstück. Man kann darauf sitzen, aber bequem wird es selten.

Bei dem Anwesen handelt es sich laut Page Six um einen Teil von Moskito Island, das ursprünglich Richard Branson gehörte. Heute befindet sich die Insel im Besitz von neun Familien. Zu diesen gehören Hammond, ihr Ehemann Ankur Jain und dessen Familie. Hammond erklärte in der Sendung, jede Familie besitze dort eigene Anwesen. Die Kosten und die gemeinschaftlich genutzten Bereiche würden unter den Eigentümern geteilt.

Zu diesen gemeinsamen Bereichen zählen laut Hammond der Strand und die Tennisplätze. Außerdem würden die Familien gemeinsam für die laufenden Kosten der Insel aufkommen, die sie mit den Gebühren einer Hauseigentümergemeinschaft verglich. Das erklärt die Eigentumsstruktur – nicht jedoch, warum ein Schlafsofa plötzlich zum Hauptdarsteller eines Inselaufenthalts wurde. Dafür ist offenbar Reality-TV zuständig.

Der Streit bleibt damit vorerst eine Frage der Wahrnehmung: Lichy wollte nach eigener Darstellung ihre Verärgerung über die Schlafmöglichkeit erklären, Hammond hörte in der Beschreibung des Anwesens jedoch eine Abwertung. Belegt ist, dass es eine Entschuldigung per Nachricht gab und dass Hammond die spätere Wortwahl zurückwies. Alles Weitere ist Auslegung – und genau dort beginnt bekanntlich das bevorzugte Arbeitsgebiet der Reality-Shows.

„The Real Housewives of New York City“ läuft dienstags um 20 Uhr Eastern beziehungsweise Pacific Time auf Bravo. Neue Folgen stehen laut den vorliegenden Angaben am folgenden Tag bei Peacock zum Streamen bereit.