Ellen DeGeneres vermisst ihr früheres Leben vor den Kameras. Bei einem Auftritt in der Sendung „The Graham Norton Show“ sagte die 68-jährige Komikerin laut Page Six, sie habe derzeit „wirklich nichts zu tun“ und vermisse es sehr, im Fernsehen zu sein. Besonders fehlten ihr das Lachen mit den Autorinnen und Autoren sowie die Reaktionen des Publikums.
Ganz ohne Ideen ist DeGeneres offenbar trotzdem nicht. Sie erklärte, sie denke darüber nach, in Großbritannien etwas für das Fernsehen zu machen. Dort gebe es schließlich auch Sendungen über Töpfern, Nähen und Menschen, die anderen beim Fernsehen zuschauen. Gemeint waren „The Great Pottery Throwdown“, „The Great British Sewing Bee“ und „Gogglebox“. Eine bemerkenswert britische Auswahl: erst kreativ werden, dann anderen beim kreativen Werden zusehen. Ordnung muss sein.
DeGeneres lebt inzwischen im Vereinigten Königreich. Vor rund zwei Jahren zog sie gemeinsam mit ihrer Ehefrau Portia de Rossi von Los Angeles in die Cotswolds. Laut dem Page-Six-Bericht erfolgte der Umzug, nachdem Donald Trump für eine zweite Amtszeit als US-Präsident wiedergewählt worden war. Die politische Begründung wird in dem Bericht dem Paar zugeschrieben; eine weitergehende Einordnung liefert die Quelle nicht.
Im August 2025 hatte DeGeneres ihre Begeisterung für die neue Umgebung öffentlich beschrieben. Sie lobte unter anderem den Umgang mit Tieren und die Höflichkeit der Menschen. Außerdem schwärmte sie von den Dörfern, Städten und der Architektur der Region. Das Leben dort empfinde sie als einfacher und besonders schön.
Der Wunsch nach einer Rückkehr ins Fernsehen steht zugleich im Schatten der Kontroversen um ihre frühere Talkshow. Zehn ehemalige Beschäftigte warfen DeGeneres laut Page Six vor, am Arbeitsplatz eine „toxische“ Atmosphäre geprägt zu haben, die von Rassismus, Angst und Einschüchterung bestimmt gewesen sei. Die Vorwürfe wurden 2020 öffentlich, als „The Ellen DeGeneres Show“ noch ausgestrahlt wurde.
DeGeneres reagierte damals in der Sendung auf die Anschuldigungen. Sie sagte, sie habe erfahren, dass Dinge geschehen seien, die niemals hätten passieren dürfen, und entschuldigte sich bei den betroffenen Personen. Außerdem erklärte sie, es habe Gespräche über die Show und den Arbeitsplatz gegeben, notwendige Veränderungen seien umgesetzt worden und ein neues Kapitel beginne.
Die Talkshow ist inzwischen beendet. DeGeneres hält sich in Großbritannien nach Angaben von Page Six eher aus der Öffentlichkeit heraus. Zuletzt soll sie jedoch mit Meghan Markle in Verbindung gebracht worden sein: Beide wurden dem Bericht zufolge beim Gespräch im Pub Three Horseshoes nahe Burford in Oxfordshire fotografiert. DeGeneres’ Ehefrau war ebenfalls dabei.
Ob aus der geäußerten Sehnsucht tatsächlich ein neues Fernsehprojekt wird, bleibt offen. Bestätigt ist bislang vor allem, dass DeGeneres das Publikum und die Arbeit im Studio vermisst. Für ein Comeback braucht es allerdings mehr als eine hübsche britische Kulisse und drei Sendungen, in denen Menschen töpfern, nähen oder fernsehen. Das wäre sonst eher ein sehr eleganter Plan als eine Nachricht.
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Ellen DeGeneres vermisst das Fernsehen – und schaut auf Großbritannien
Ellen DeGeneres spricht über ihre Sehnsucht nach dem TV, ihr Leben in den Cotswolds und die Folgen der Kontroversen um ihre frühere Show. Laut Page Six hält sich die Moderatorin in Großbritannien bislang eher zurück.
