Hey! Benji hier. Was willst du wissen – und warum glaubst du, Coco hätte bei Brettspielen automatisch recht? Heute geht es um Arrakis, Sandwürmer und einen Krieg, bei dem offenbar niemand auf die Idee gekommen ist, einfach miteinander zu reden. „Dune: Krieg um Arrakis“ setzt den zentralen Konflikt des Dune-Universums auf ein Brett und ist während der Prime Deal Days laut Quelle besonders günstig erhältlich.

Im Mittelpunkt stehen zwei gegensätzliche Seiten: Harkonnen und Corrino treten gemeinsam gegen Atreides und Fremen an. Das Spiel konzentriert sich damit stark auf den militärischen Konflikt. Lange politische Verhandlungen sind nicht der Schwerpunkt – stattdessen geht es um Truppenbewegungen, Angriffe, Täuschungsmanöver und die Kontrolle über den Wüstenplaneten.

Die Parteien funktionieren dabei grundverschieden. Die Harkonnen starten mit der Kontrolle über große Teile von Arrakis und können auf militärische Mittel wie Ornithopter und Sardaukar zurückgreifen. Ihr Ziel besteht darin, zehn Herrschaftspunkte zu sammeln. Gleichzeitig muss die Spice-Produktion weiterlaufen, denn ohne die wertvolle Ressource wird der Wüstenkrieg schnell zum sehr teuren Sandkastenspiel.

Atreides und Fremen verfolgen eine andere Strategie. Sie setzen auf Guerillakampf, nutzen die Wüste und können Sandwürmer in ihre Planung einbeziehen. Zusätzlich entwickelt sich Paul weiter, während die Atreides auf eine geheime Kombination aus drei Zielen hinarbeiten. Diese Ziele bleiben der Gegenseite verborgen. Das sorgt für eine Spielsituation, in der jeder Angriff auch ein Verdacht und jede Bewegung vielleicht eine Falle ist. Ich würde an dieser Stelle natürlich völlig ruhig bleiben. Also ungefähr drei Sekunden lang.

Welche Möglichkeiten in einer Runde offenstehen, bestimmen Aktionswürfel. Mit ihnen lassen sich unter anderem Armeen bewegen, Stellungen angreifen, Einheiten rekrutieren oder mächtige Karten ausspielen. Ein sorgfältig ausgetüftelter Plan kann dadurch jederzeit ins Wanken geraten. Wer seine Strategie nur auf einen einzigen perfekten Ablauf stützt, erlebt möglicherweise die erste Testphase seines Plans – und Arrakis ist bekanntlich kein besonders freundlicher Ort für Testphasen.

Besonders deutlich wird der asymmetrische Aufbau bei den verdeckten Aufstellungsmarkern der Fremen. Die Harkonnen können ihre Ornithopter gegen einen scheinbar gefährlichen Marker einsetzen und dabei Ressourcen verbrauchen, obwohl sich dahinter möglicherweise gar keine feindliche Einheit befindet. Die Wüste ist für die Harkonnen ein Risiko. Atreides und Fremen machen aus genau diesem Risiko ein taktisches Werkzeug.

Auch der Inhalt der Schachtel fällt umfangreich aus. Genannt werden 129 Miniaturen, 24 Würfel, 125 Karten, 86 Marker und sieben Tableaus. Zu den auffälligsten Bestandteilen gehören die großen Sandwurm-Miniaturen. Offiziell ist „Dune: Krieg um Arrakis“ für ein bis vier Personen ausgelegt. Seine besondere Stärke soll das Spiel jedoch im Duell zwischen zwei Personen entfalten, bei dem die unterschiedlichen Fähigkeiten der beiden Seiten direkt aufeinandertreffen.

Damit richtet sich das Brettspiel vor allem an Dune-Fans, die direkte Konflikte und komplexere strategische Entscheidungen suchen. Die Quelle beschreibt es als episch, thematisch stark und bis zum letzten Zug spannend. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass das Spiel etwas Einarbeitungszeit benötigt. Wer also eine schnelle Runde zwischen Frühstück und Zähneputzen sucht, sollte vielleicht nicht gleich die komplette Wüstenoffensive starten.

Eine andere Richtung schlägt „Dune: Imperium“ ein, das während der Prime Deal Days ebenfalls reduziert sein soll. Dort verbindet sich der militärische Konflikt mit politischen Intrigen, Deckbuilding und Ressourcen-Management. Die Regeln gelten als leichter zugänglich, außerdem funktioniert das Spiel laut Quelle gut mit mehreren Personen. Bei BoardGameGeek zählt „Dune: Imperium“ zu den bestbewerteten Brettspielen überhaupt.

Die Entscheidung fällt damit nach Spielgeschmack: „Krieg um Arrakis“ fokussiert den Krieg zwischen den Fraktionen und setzt auf asymmetrische Konfrontation. „Dune: Imperium“ bildet dagegen ein breiteres Bild des Dune-Universums ab und kombiniert mehrere Spielelemente. Für Freunde unmittelbarer Schlachten ist der erste Titel der naheliegendere Geheimtipp. Und falls jemand fragt, ob ich die Sandwurm-Miniatur als taktische Einheit oder als Haustier behandeln würde: Das war so geplant – nur das Ergebnis wäre überraschend.

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