Hey! Benji hier – und nein, heute klären wir nicht, ob Regietalent automatisch vererbt wird. Dafür müsste ich erst eine Familie finden, in der jemand seine Kameraausrüstung mit der Geburtsurkunde weitergibt. Sicher ist nur: Destry Allyn Spielberg, die jüngste biologische Tochter von Steven Spielberg und Kate Capshaw, legt mit „A Quiet House“ ihren ersten abendfüllenden Spielfilm vor.

Der deutsche Kinostart ist für den 22. Oktober 2026 angesetzt. Der Film trägt im Original den Titel „Please Don't Feed The Children“ und verbindet Horror- mit Thriller- und Dramaelementen. Seine Weltpremiere feierte das Werk bereits im Oktober 2024 beim Sitges Film Festival. In Nordamerika lief es im Sommer 2025 exklusiv beim kostenlosen Streamingdienst tubi. Jetzt bekommt die deutsche Kinoleinwand ihren eigenen Termin – vier Tage nach der Veröffentlichung der vorliegenden Kino-News. Das ist genug Zeit, um sich noch einen Snack zu organisieren, aber bitte keinen, der euch einschläfert.

Zum Ensemble gehören Michelle Dockery, bekannt aus „Downton Abbey“, sowie Giancarlo Esposito aus „Better Call Saul“ und „The Mandalorian“. Außerdem spielen Zoe Margaret Colletti, Dean Scott Vazquez, Regan Aliyah, Andrew Liner und Emma Meisel mit. Die Teenagergruppe wird zusätzlich von Joshuah Melnick ergänzt. Die Rollen verteilen sich damit auf bekannte Gesichter und jüngere Darsteller, die in der Geschichte gemeinsam durch eine ausgesprochen schlechte Reiseplanung müssen. Und ich sage das als selbst ernannter Stuntman: Eine Route durch eine von Kannibalen bevölkerte Apokalypse wäre nicht meine erste Wahl für einen Ausflug.

Die Ausgangslage des Films ist düster. Ein Virus hat in den USA den größten Teil der erwachsenen Bevölkerung getötet oder in nahezu hirntote Kannibalen verwandelt. Kinder und Jugendliche bleiben von der rätselhaften Krankheit offenbar verschont – selbst dann, wenn sie von Infizierten gebissen werden. Teile der Regierung und der Polizei machen deshalb die Minderjährigen für die Katastrophe verantwortlich und verfolgen sie. Das ist ungefähr der Moment, in dem jeder vernünftige Mensch sagt: „Wir sollten dringend irgendwohin, wo die Erwachsenen nicht auf uns schießen.“

Eine Gruppe von Jugendlichen versucht, in den fast menschenleeren Süden des Landes zu gelangen. Dort hoffen sie auf einen sicheren Neuanfang. Unterwegs werden sie von einem unbekannten Mann angegriffen. Die Jugendlichen fliehen verletzt in die Wüste und geraten damit vom einen Problem direkt ins nächste – die Wüste hat schließlich nicht gerade den Ruf, besonders gastfreundlich zu sein.

Schließlich stoßen die fast ausgehungerten Teenager auf ein abgelegenes Farmhaus. Dort lebt Clara, gespielt von Michelle Dockery. Die Frau wirkt eigenwillig, empfängt die Jugendlichen aber zunächst freundlich und bietet ihnen Unterkunft sowie Kekse und Milch an. Dass in einem Horrorfilm eine fremde Person mitten im Nirgendwo ohne großes Zögern Essen verteilt, sollte allerdings sämtliche inneren Alarmglocken zum Bellen bringen. Kurz darauf zeigt sich: In der Mahlzeit steckt ein Betäubungsmittel. Mehr verrät die vorliegende Inhaltsangabe an dieser Stelle nicht – außer, dass „Kekse und Milch“ hier vermutlich nicht die harmlose gemütliche Bedeutung haben, die man sich darunter wünscht.

Die bisherigen Reaktionen der professionellen US-Kritik fielen eher verhalten aus. Bei Rotten Tomatoes lag „A Quiet House“ am 23. September 2026 bei 33 Prozent positiven Besprechungen. Michelle Dockerys Darstellung wurde dabei nahezu durchgehend gelobt. Kritisiert wurden dagegen unter anderem eine wenig ausgearbeitete Figurenzeichnung, ein vorhersehbarer Handlungsverlauf und eine uneinheitliche Inszenierung. Ob diese Einschätzungen für das deutsche Kinopublikum genauso ausfallen, lässt sich ab dem 22. Oktober überprüfen. Ich persönlich würde vorher nur noch klären, ob die Kinokasse auch Fluchtwege in die Wüste anbietet. Sicher ist sicher – Coco würde diesen Satz unterschreiben.