Hey! Benji hier. Was willst du wissen – und warum glaubst du, Coco hätte recht? Heute geht es um einen Mann, der auf dem Mars strandet und trotzdem nicht sofort aufgibt. „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ ist wieder bei Amazon Prime Video im Abo verfügbar. Das ist die Art von Nachricht, bei der man kurz denkt: Weltraum, Sandsturm, Lebensgefahr – und dann bitte Popcorn auf Sicherheitsabstand.
Im Mittelpunkt steht Mark Watney, gespielt von Matt Damon. Er gehört zur NASA-Mission „Ares 3“, die gemeinsam mit Commander Lewis, Rick Martinez, Chris Beck, Alex Vogel und Beth Johanssen den Mars erforscht. Als ein heftiger Sandsturm aufzieht, ordnet Commander Lewis den Rückzug an. Watney wird dabei für tot gehalten und bleibt zurück. Nur: Er ist nicht tot. Unpraktisch für die Einsatzplanung, ziemlich wichtig für die Handlung.
Watney muss mit den begrenzten Mitteln auskommen, die ihm auf dem Mars geblieben sind. Der Botaniker versucht, seine Lage zu überstehen und schließlich Kontakt zur Erde aufzunehmen. Als dort bekannt wird, dass er noch lebt, beginnt NASA-Direktor Sanders, eine Rettung zu organisieren. Dass eine Rettungsmission zum Mars nicht gerade der Typ Ausflug ist, den man spontan zwischen Frühstück und Mittagessen erledigt, gehört zu den belegten Problemen dieser Geschichte.
Die Grundlage bildet Andy Weirs Roman. Gelobt wurde daran vor allem die verständliche, zugleich detailreiche Darstellung wissenschaftlicher Abläufe. Für die Verfilmung schrieb Drew Goddard das Drehbuch, Regie führte Ridley Scott. Der Film wurde von der Kritik insgesamt sehr positiv aufgenommen; auch die FILMSTARTS-Kritik fiel stark aus.
Ein wesentlicher Reiz liegt darin, dass Watney seinen Überlebenskampf nicht als stumme Leidensprüfung absolviert. Matt Damon spielt ihn laut den vorliegenden Einschätzungen mit einer Mischung aus Bescheidenheit, Erfinderfreude und trockenem Humor. Der Botaniker versucht, sich mit wissenschaftlichen Lösungen über Wasser zu halten – und macht aus jeder technischen Idee beinahe ein kleines persönliches Großprojekt. Ich nenne das die „Das-war-so-geplant“-Methode. Funktioniert bei mir übrigens auch, wenn ich beim Stunt über die eigene Kette stolpere.
Ridley Scott setzte dabei nicht nur auf Matt Damon. Zur Besetzung gehören unter anderem Jessica Chastain, Michael Peña, Sebastian Stan, Aksel Hennie, Kate Mara und Jeff Daniels. In kleineren Rollen sind außerdem Kristen Wiig, Donald Glover, Mackenzie Davis, Benedict Wong und Chiwetel Ejiofor zu sehen. Der Film versammelt damit zahlreiche bekannte Namen, ohne dass die Geschichte ihre zentrale Mars-Mission aus den Augen verliert.
Für Aufmerksamkeit sorgte zudem eine Frage, die zunächst nach einer Kleinigkeit klingt: Ist „Der Marsianer“ eine Komödie oder ein Drama? Die Debatte beschäftigte 2015 und 2016 die Fachpresse und Teile der Filmbranche. Anlass war unter anderem, dass der Mars-Survivalfilm bei den Golden Globes in der Komödien-Kategorie auftauchte. Dort gewann er den Preis für die beste Komödie und Matt Damon die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller in einer Komödie.
Diese Einordnung stieß nicht überall auf Begeisterung. Kritisiert wurde, dass ein Film über das Überleben auf dem Mars schwerlich als Komödie gelten könne. Auch Judd Apatow, der mit „Dating Queen“ bei den Golden Globes gegen Damons Film antrat, machte sich über die vermeintlich fehlenden Lacher von „Der Marsianer“ lustig. Das ist ungefähr der Moment, in dem eine Genre-Schublade mehr Drama produziert als manche Filmszene.
Ganz eindeutig lösen lässt sich die Frage ohnehin nicht. Als Science-Fiction wird der Film ebenfalls bezeichnet. Amazon führt zur Orientierung die Begriffe „Action“, „Drama“ und „Nachdenklich“ auf. Bei Disney+ werden „Überleben“, „Science-Fiction“ sowie „Action & Abenteuer“ genannt. Jede dieser Beschreibungen greift also einen anderen Teil des Films auf: die Gefahr, die wissenschaftliche Grundlage, den Überlebenswillen oder den stellenweise humorvollen Ton.
Fest steht: „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ war kein kleiner Geheimtipp. Der Film spielte weltweit mehr als 630 Millionen Dollar ein, obwohl er weder Fortsetzung noch Remake noch Teil eines etablierten Comic-Franchises ist. Jetzt kehrt die Romanverfilmung ins Prime-Video-Abo zurück. Wer Science-Fiction mit Wissenschaft, Überlebensdruck und einem Hauptdarsteller mag, der selbst im Marsstaub noch einen Spruch findet, hat damit eine ziemlich gut bestückte Weltraumkiste. Und falls jemand fragt, ob das nun Komödie oder Drama ist: Ich sage, es ist beides – solange Coco nicht die Schublade abschließt.
🎬 Film & Kino
„Der Marsianer“ wieder bei Prime: Matt Damon kämpft sich mit Wissenschaft durch den Weltraum
„Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ ist erneut im Amazon-Prime-Video-Abo enthalten. Ridley Scotts Sci-Fi-Film verbindet Überlebenskampf, prominente Raumfahrer und eine erstaunlich umstrittene Genre-Schublade.
