Hallo. Rhonda hier. Bei einem „SNL“-Monolog gingen am Wochenende die Meinungen auseinander – und zwar nicht gerade im gepflegten Flüsterton. Bobby Bones stellte sich auf die Seite von Shane Gillis und sagte, er habe dessen Auftritt „größtenteils“ ziemlich lustig gefunden. Das berichtet Page Six.
Bones äußerte sich am Sonntag in seinem Podcast „25 Whistles with Bobby Bones“. Gillis nehme auf der Bühne Risiken auf sich, erklärte der 46-Jährige sinngemäß, und genau das respektiere er. Besonders gefiel Bones ein Vergleich aus Gillis’ Beitrag: Die auffälligen Farben von Shorts weiblicher Fitnessstudio-Besucher erinnerten ihn an künstliche Köder beim Angeln.
Diesen Gedanken hatte Bones bereits in einem inzwischen gelöschten TikTok-Video aufgegriffen. Wer den Witz nicht verstehe, komme vermutlich nicht aus dem Süden der USA oder sei noch nie angeln gewesen, sagte er dort laut Page Six. Nachdem Nutzer anschließend über Bones’ längeres braunes Haar spekuliert und ihn gefragt hätten, ob er trans oder lesbisch sei, erwähnte er diese Reaktionen ebenfalls. Das Internet, stets bereit, aus einer Frisur ein Ermittlungsverfahren zu machen.
Gillis hatte „Saturday Night Live“ am vergangenen Wochenende moderiert. In seinem Monolog sprach der 38-Jährige über Frauen im Fitnessstudio und bezeichnete deren Kleidung zunächst mit einem abwertenden Ausdruck. Danach verglich er die neonfarbenen Kleidungsstücke mit künstlichen Ködern und machte weitere derbe Bemerkungen über ihre Passform. Im Publikum mischten sich Lacher und hörbares Unbehagen.
Auch ein nicht zensiertes Schimpfwort fiel später in der Sendung. Gillis ist bei „SNL“ kein unbeschriebenes Blatt: 2019 wurde er für die Show verpflichtet, jedoch innerhalb einer Woche wieder aus dem Cast entfernt. Vorausgegangen war eine Kontroverse um wieder aufgetauchte Podcast-Ausschnitte, in denen rassistische und homophobe Beleidigungen verwendet worden waren.
Dan Levy kritisierte den aktuellen Monolog deutlich. Der „Schitt’s Creek“-Star nannte Gillis auf Instagram einen Frauenfeind und erklärte, die Äußerungen hätten ihn sprachlos gemacht. Frauen, die beim Training kurze Hosen trügen, seien deshalb keine Huren; Männer, die sie so bezeichneten, seien vielmehr als Frauenfeinde einzuordnen, schrieb Levy. Außerdem forderte er mehr Männer auf, Frauen öffentlich gegen solche Aussagen zu verteidigen.
Unter den Reaktionen aus dem „SNL“-Umfeld war auch Spott. Ego Nwodim, die zur Besetzung der Sendung gehört, bezeichnete sich nach der Ausstrahlung in ihren Instagram Stories ironisch als „Hure im Einsatz“ und zeigte dabei ein Friedenszeichen aus dem Training heraus.
Maren Morris legte ebenfalls nach. Die Sängerin veröffentlichte ein Instagram-Reel, in dem sie Gillis den Mittelfinger zeigte. Der eingeblendete Text bezog sich ironisch auf ihre Rolle als „Hure im Fitnessstudio“, während sie in der Bildunterschrift darum bat, ihren „Gym-Short-Wedgie“ aus dem Spiel zu lassen.
Damit stehen sich mehrere Lesarten desselben Monologs gegenüber: Bones lobt den Mut zur Provokation und findet den Angelköder-Vergleich komisch, während Levy, Nwodim und Morris die Pointe als sexistisch zurückweisen oder verspotten. Belegt ist also vor allem eines: Der Witz landete nicht bei allen im selben Korb. Und im Fitnessstudio wie bei „SNL“ gilt offenbar weiterhin: Neon ist auffällig, aber nicht automatisch harmlos.
✨ Stars & Gerüchte
Bobby Bones verteidigt Shane Gillis’ umstrittenen „SNL“-Monolog
Bobby Bones fand Teile von Shane Gillis’ Auftritt bei „Saturday Night Live“ trotz der Kritik offenbar witzig. Andere Stimmen, darunter Dan Levy, Ego Nwodim und Maren Morris, reagierten deutlich ablehnender.
