Hey! Benji hier. Was willst du wissen – und warum glaubst du, Coco hätte recht? Heute geht es um ein Spiel, das seinen ersten Anlauf hinter sich lässt und dabei gleich den Namen wechselt: Aus „Kreuzer, Krone und Kabale“, kurz K³, wird „Rise of the Merchants“. Auf Deutsch heißt das Ganze „Aufstieg der Händler“. Klingt nach Handelskarawane, Stadtplanung und mindestens einem Mitspieler, der beim Marktpreis schummeln will.

Hinter dem Projekt steht ein deutsches Entwicklerteam. Geplant ist eine mittelalterliche Wirtschaftssimulation mit Multiplayer-Schwerpunkt. Stadtaufbau und Warenhandel gehören zum Konzept; außerdem soll die Spielwelt dauerhaft online bestehen. In der ursprünglichen Beschreibung wurde das Projekt zusätzlich mit Elementen aus „Die Gilde“ in Verbindung gebracht. Das ist also kein kleiner Einzelspieler-Spaziergang über den Dorfplatz, sondern ein Spiel, das seine Händlerwelt ausdrücklich auf gemeinsames Spielen ausrichtet.

Der Weg bis zur Neuaufstellung war allerdings deutlich weniger gemütlich als ein gut gefülltes Warenlager. Das frühere Studio Magni Games aus Braunschweig musste Insolvenz anmelden. Das geschah noch vor dem Release von „Kreuzer, Krone und Kabale“. Nach monatelanger Ungewissheit meldete sich das Projekt nun mit neuem Namen und einer frischen Studiostruktur zurück.

Die Vorgeschichte reicht bis ins Jahr 2021 zurück. Damals gründeten Christian Brümmer, Erik Schultz und Steffen Ahlers Magni Games. Für den Aufbau einer persistenten Online-Welt erhielt das Unternehmen eine Anschubfinanzierung von 200.000 Euro durch die regionale Förderanstalt nordmedia. Unterstützung kam außerdem von der Braunschweiger Zukunft GmbH.

Im April 2025 stieg Daedalic Entertainment als Publisher ein. Mit diesem Schritt änderte sich auch das geplante Geschäftsmodell: Aus dem ursprünglichen Free2Play-Ansatz wurde ein klassischer Kauf-Titel. Mikrotransaktionen sollen bei dieser Ausrichtung nicht vorgesehen sein. Einmal kaufen, spielen – der alte Traum jedes Händlers, der beim Wort „laufende Kosten“ sofort unter den Tisch kriecht.

Der neue Name ist dabei mehr als ein frischer Anstrich für das Logo. Die Entwickler wollen mit „Rise of the Merchants“ beziehungsweise „Aufstieg der Händler“ einen Neustart versuchen und deutsche Fans von Wirtschaftssimulationen in den Early Access bringen. Die verfügbaren Angaben nennen jedoch keinen konkreten Termin für diesen Schritt.

Vorgestellt wurde die Neuankündigung bei „Find Your Next Game“. Weitere belegte Einzelheiten zum genauen Umfang, zu einzelnen Spielfunktionen oder zu den geplanten Inhalten liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Deshalb bleibt vorerst festzuhalten: Das Projekt ist wieder da, trägt einen neuen Namen und soll seine Handelswelt künftig als Kaufspiel mit Multiplayer-Fokus aufbauen.

Ob der zweite Versuch erfolgreicher verläuft als der erste, wird sich erst zeigen. Sicher ist nur: K³ ist als Titel Geschichte, die Idee einer mittelalterlichen Handelssimulation aber noch nicht. Das Entwicklerteam nimmt also erneut Kurs auf den Release – diesmal mit neuer Studiostruktur, neuem Namen und hoffentlich einem ziemlich belastbaren Warenbuch. Das war so geplant – nur das Ergebnis war überraschend.