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Klappe statt Kabel: Dogiwood zieht um – und ich ziehe wieder Filme durch

Der Serverumzug ist fast geschafft, die Technik darf wieder in den Hintergrund treten. Denn bei Dogiwood warten bereits neue Filmideen und Geschichten auf ihren großen Auftritt.

Es gibt Phasen, da besteht Dogiwood aus Geschichten, Musik und liebenswertem Chaos vor der Kamera. Und dann gibt es Phasen, da sitzt der Macher nachts vor dem Bildschirm und sagt Dinge wie: „Warum geht das jetzt schon wieder nicht?“

Die letzten Tage gehörten eindeutig zur zweiten Kategorie.

Der Umzug auf den neuen Server ist inzwischen so gut wie abgeschlossen. Das digitale Dogiwood-Imperium hat seine Kisten ausgepackt, die meisten Möbel stehen – und erstaunlicherweise ist auch noch niemand über ein herumliegendes Kabel gestolpert.

Gut. Benji einmal. Aber das war laut eigener Aussage eine „spontane Stuntprobe“.

Theo wollte beim Umzug helfen und hat gewissenhaft sämtliche Kartons beschriftet. Auf zwölf davon stand „WICHTIG“, auf einem „SEHR WICHTIG“. Und auf dem Karton mit den Keksen: „SYSTEMRELEVANT. NICHT ABSCHALTEN.“

Benji übernahm währenddessen die anspruchsvolle Aufgabe, die neue Umgebung auf ihre Eignung als Pausenbereich zu prüfen.

„Das Sofa funktioniert“, lautete sein erster technischer Bericht.

Coco fragte nach dem zweiten.

„Die Kissen auch.“

Seitdem erfolgt seine Mitarbeit unter verschärfter Aufsicht.

Eine Sache fehlt beim Umzug allerdings noch: der Mailserver. Der bekommt ein paar Tage zusätzliche Zeit. Auch bei einem echten Umzug hängt man schließlich nicht zuerst den Briefkasten auf, während das Bett noch auf der Autobahn liegt.

Coco sieht das natürlich anders. Sie hat bereits einen Ordner mit der Aufschrift „NOCH OFFEN“ angelegt. Er enthält genau einen Punkt. Der Ordner ist trotzdem acht Zentimeter dick.

„Dokumentation“, sagt sie.

Ich frage lieber nicht weiter.

Damit kann ich mich endlich wieder auf das konzentrieren, weshalb es Dogiwood überhaupt gibt: Filme erstellen und Geschichten erzählen. Charaktere zum Leben erwecken. Mit ihnen lachen, mit ihnen fühlen – und ihnen gelegentlich Dinge zumuten, für die Coco anschließend eine Produktionsbesprechung verlangt.

Auch hinter den Studiotüren hat sich inzwischen vieles eingespielt. Die Abläufe sitzen besser, und neue Filmideen lassen sich immer schöner auf die Leinwand bringen.

Wie genau?

Betriebsgeheimnis.

Benji wollte bereits eine Führung anbieten. Coco hat das Schild „Besucherbereich“ daraufhin auf die Kaffeemaschine beschränkt.

Natürlich wird es weiterhin etwas zu schrauben geben. Ein digitales Filmstudio ist vermutlich nie wirklich fertig. Irgendwo blinkt immer etwas. Manchmal ist es eine Statusanzeige. Manchmal hat Benji die Weihnachtsbeleuchtung an den falschen Schalter angeschlossen.

Aber jetzt darf die Technik wieder dort arbeiten, wo sie hingehört: im Hintergrund. Vorne entstehen wieder die Geschichten.

Theo übt bereits seinen großen Auftritt. Benji verlangt einen eigenen Garderobenstern. Und Coco möchte vor Drehbeginn wissen, wer die Kekse aus dem systemrelevanten Karton gegessen hat.

Die Ermittlungen laufen.

Dogiwood ist fast fertig umgezogen. Jetzt ziehen wir wieder los – in die nächste Geschichte.

Euer Sven

Die Post kommt etwas später. Die nächste Filmidee ist schon da.

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