
Dogiwood zieht um – und baut dabei das Treppenhaus neu
Der Serverumzug dauert etwas länger, weil wir nicht einfach nur Daten kopieren, sondern unsere eigene Infrastruktur neu aufbauen. Während C.O.C.O. alles kontrolliert, trägt Benji offenbar noch immer denselben Karton durch den Serverraum.
Wer sich gerade fragt, warum unser angekündigter Serverumzug etwas länger dauert: Nein, Benji ist nicht mit der Festplatte durchgebrannt. Zumindest haben wir dafür bisher keine Beweise.
Der eigentliche Grund ist deutlich unspektakulärer – und gleichzeitig etwas aufwendiger. Wir kopieren nicht einfach ein paar Gigabyte Dogiwood von Server A nach Server B und drücken anschließend auf den großen grünen Knopf. Wenn wir schon umziehen, dann richtig.
Auf dem neuen Server verzichten wir ganz bewusst auf Plesk. Das bedeutet allerdings auch, dass viele Dinge, die eine fertige Serververwaltung bequem über eine Oberfläche erledigt, von uns selbst aufgebaut werden müssen: Domains, Webspaces, Datenbanken, PHP-Konfigurationen, Cronjobs, Backups, Zertifikate, Logs, Dienste und Überwachung.
Am Ende soll das alles nicht nur irgendwie funktionieren, sondern in unsere eigene Dogiwood-Infrastruktur passen. Kurz gesagt: Wir ziehen nicht einfach in ein neues Haus. Wir bauen während des Umzugs auch noch unsere eigene Hausverwaltung.
C.O.C.O. findet diese Entscheidung selbstverständlich hervorragend. Benji wurde zu diesem Thema nicht befragt.
Das Kopieren unserer Daten ist dabei eigentlich noch der langweilige Teil. Spannender wird es danach. Denn wenn künftig etwas auf dem Server verwaltet, überwacht oder geändert werden muss, möchten wir nicht ständig zwischen Dogiwood Control und einer fremden Verwaltungsoberfläche wechseln.
Das langfristige Ziel ist deshalb klar: Dogiwood soll Dogiwood verwalten.
Unsere eigene Verwaltung soll genau das können, was wir tatsächlich benötigen – ohne hundert Menüpunkte, die wir nie anklicken, dafür aber mit direkter Verbindung zu unseren bestehenden Systemen. Das braucht natürlich etwas mehr Zeit als: Kopieren, DNS ändern, fertig.
Während vorne vielleicht gelegentlich eine Seite kurz nicht erreichbar ist, sieht es hinter den Kulissen ungefähr so aus: C.O.C.O. kontrolliert alles dreimal. Theo versucht, den Überblick zu behalten. Und Benji trägt seit Stunden denselben Karton durch den Serverraum, weil ihm bisher niemand gesagt hat, wo er hinmuss.
„Da steht Datenbank drauf!“, sagt Benji.
„Dann stell sie bitte nicht zu den Backups“, antwortet C.O.C.O.
„Warum sehen die Kartons dann gleich aus?!“
Wir bitten daher noch um etwas Geduld, wenn es während des Umzugs zeitweise zu Ausfällen oder kleineren Störungen kommt.
Wir möchten den neuen Server nicht möglichst schnell online bringen. Wir möchten ihn sauber aufbauen.
Denn wenn der Umzug abgeschlossen ist, soll dort nicht einfach nur das alte Dogiwood auf neuer Hardware laufen. Es soll der nächste Schritt unserer Infrastruktur sein – mit einer Verwaltung, die wir selbst gebaut haben und die genau zu unserem inzwischen ziemlich verrückten kleinen Dogiwood-Imperium passt.
Bis dahin wird weiter kopiert, eingerichtet, getestet, geflucht, Kaffee gekocht und gelegentlich nach Benji gesucht.
Und irgendwann kommt dann aus dem Maschinenraum der schönste Satz eines jeden Serverumzugs: „C.O.C.O.? Alles grün?“
Und hoffentlich antwortet sie: „Alles grün.“
Bis dahin kann es hier und da noch etwas rumpeln.
Dogiwood zieht eben nicht einfach nur um. Dogiwood baut sich sein neues Zuhause selbst.
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